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Kommunales Kino Metropolis, Steindamm 52/54
Kuratierung & Texte: Thomas Tode
Mittwoch, 02. September 19.00
Walter Gropius, Alfred Ehrhardt, Kurt Schwerdtfeger
Der Tonfilm Walter Gropius (D 1963, 16’) ist nun seit Jahren das erste
Mal wieder zu sehen. Als Mitglied der Architektenvereinigung Der Ring
war Gropius 1929/30 an der Errichtung der Großsiedlung Berlin-Siemensstadt
beteilig, zu sehen in: Der König von Siam in Siemensstadt
(D 1933, 11’). Das Markenzeichen von Alfred Ehrhardt, einen der wichtigsten
Fotografen der Neuen Sachlichkeit, geschult bei Klee und Kandinsky,
ist das optische Erzählen. In Spiel der Spiralen (D 1951, 15’)
dient die akkurate Musik Johann Sebastian Bachs zur Akzentuierung
der bildlichen Vorgänge, während es in Tanz der Muscheln (D 1956, 9’)
elektronische Klänge von Wilhelm Keller und Bernhard Aign sind. Exakt
den Bewegungen des Bildablaufs entsprechen die von Okdar Sala mit
dem »Trautonium« erzeugten Klänge für Ehrhardts Filme Gletscher
und ihre Ströme (Island) (D 1962, 10’) und Korallen, Skulpturen der
Meere (D 1964, 12’). Kurt Schwerdtfeger initiierte 1922 am Bauhaus
ein Laternenfest mit Schattenspielen, das der Ursprung aller späteren
Lichtspiele und -projektionen war. 1966 rekonstruierte er seine Partituren:
Reflektorische Farblichtspiele (1922/67, 24’), in fünf Sätzen:
Vegetative Form, Bauhaus 1922, Streifen und Gitter, Rotes Quadrat,
Hommage à Schlemmer über die sich Moholy-Nagy dort 1921 informierte. |
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