CINEPOLIS  Film und Architektur im Metropolis Kino und an weiteren Hamburgischen Spielorten
Samstag 26. August
21:00 / 22:15 / 23:30 Uhr

MYTHOS HAFENCITY
St. Pauli Landungsbrücken, Brücke 3:
Kapitän Prüsse Barkassen, Schiff: Wriede I
Projektion auf zwei Leinwände in einer fahrenden Hafenbarkasse, die im Hafen tourt.
Abfahrt 21.00, 22.15 und 23.30. Eintritt: 10 Euro.
Fahrtdauer 60 Minuten. Auf 60 Personen begrenzte Platzzahl pro Fahrt!
Karten daher im Vorverkauf im Metropolis-Kino ab dem 1. August
zu erhalten unter: 040 34 23 53.
Die Gicht peitscht, die Projektorenlampe brennt. Wir sitzen in einem fahrenden Kino. Das Schwanken im Film, das der Leinwände, der Filmprojektoren, des Schiffes ist nicht zu unterscheiden. Bei den Geräuschen ist es ebenso. Kommt das Möwengeschrei aus dem Lautsprecher oder aus der Realität? Alte und neue Bilder vom großen Mythos der Hafens und seiner angrenzenden Bebauung.
Vom Hafen leben. Im Hafen leben. Mythos Hafencity.


URBANITÄT AM HAFEN (Projektion I: Timetunnel in die Vergangenheit)
Die Gegend am Hafen (Quayside, GB 1979, 16’, DF) Amber Film.
Kamerafahrten durch ein verbautes Niemandsland am Hafen von Newcastle, heruntergekommen, aufgegebenes Terrain, unsagbar schön, halbgeschlossenen Eisenbahn- und Autobrücken überspannen den Fluss.
Stapellauf (The Launch, GB 1973, 10’, DF) Amber Film.
Ein riesiges Schiff soll zur Jungfernfahrt vom Stapel gelassen werden. Stolze Arbeiter, ihre Familien, Schaulustige. Direkt an der Werft: eine Straße mit typischen englischen Reihenhäusern. An ihrem Ende gleitet ein Riesenschiff langsam ins Wasser.
Der Tag eines unständigen Hafenarbeiters (D 1966, 13’, OF) Hubert Fichte & Leonore Mau.
Der Fotofilm schildert den Tageslauf eines nicht fest angestellten Lohnarbeiters in Hamburg, die auf der untersten Stufe der Hierarchie stehen.
Abseits vom Großen Strom (D 1949/50, 11’, OF, Musik) Bodo Menck.
Mit Melancholie schaut der Film auf den gerade von Trümmern befreiten Hafen: gewaltige Passagierdampfer, flinke Schlepper, zuschnappende Mäuler der Kräne. Aussterbende Berufe. Nun fährt ein Kohlenschlepper die Fleete, Kanäle und anderen Wasserstraßen hinauf, vorbei an kleinen Werften, bis nach Barmbek, zum großen Kraftwerk.
Eisbrecher auf der Elbe (D 1940, 7‘, OF) Willi Beutler.
Eindrucksvoll gefilmte Aufnahmen von der Arbeit der Eisbrecher auf der winterlichen Elbe bei Zollenspieker.

ON THE WATERSIDE (Projektion II: Timetunnel in die Zukunft)
Holland im Winter (NL 1917, 10’, OF, Musik).
Zugefrorene Grachten in einer Kleinstadt. Getöntes und viragiertes Filmmaterial.
Douro, Faina Fluvial (Port 1929/31, 17‘, OF, Musik) Mañoel de Oliveira.
Die Hafenstadt Porto, zweitgrößte Stadt Portugals, dort, wo der Fluss Douro in den Hafen mündet.
Marseille ohne Sonne Marseille sans soleil (F 1955, 15’, DF) Paul Carpita.
Drei Freunde sind dabei, einen Film über Marseille und seinen Hafen zu drehen, auf der Suche nach dem Herz der Stadt. Liebeserklärung an die Hafenmetropole.
Der Strom führt Eis (D 1955, 13’, OF) Wolf Hart.
Niederelbe: Wasser ergießt sich übers Land, gefriert, bizarre Eisformationen, Eisgang auf der Elbe, winterliche Kinderfreuden.
Auf kleiner Fahrt (D 2003, 3’, OF, Musik) Klaas Dierks.
Ein rasanter Bummel durch den Hamburger Hafen, unter flotten Geigen.
Projektion: Christopher Mondt; Organisation: Thomas Tode