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Donnerstag, 17. September, 21.15
Hafen räumen – Hafen träumen
Rotterdam-Europort (NL 1966, 20’, OmeUt) von Joris Ivens, Kommentar
von Gerrit Kouwenaar und Chris Marker. Der größte Hafen Europas, gefilmt
vom Altmeister. 3 x 1 (D 2007, 10’, OF) von Telemach Wiesinger zeigt einund
derselben Stahldrehbrücke in drei unterschiedlichen Ansichten.
Neues aus Wilhelmsburg (D 2005, 4’, OF) von Felix Grimm. Zwei Bauarbeiter
und ein Schlot kommentieren den viel propagandierten »Sprung über
die Elbe«. A.G.V. T.E.U. (D 2008, 15’, OF) von Olaf Sobczak. Der komplizierte
französische Ausdruck für »Container« betitelt diese Studie über den
computer- und robotergesteuerten Containerterminal in Hamburg-Altenwerder.
Ein Ballet aus geisterhaften rangierenden Containern. Auch ein
Film über die Zukunft der Arbeit? Look out! (S 2003, 6’, OF) von Johanna
Billing. Über die Veränderung der Stadtlandschaft rund um die Gainsborough
Studios in East London, die in Luxus-Appartments umgewandelt
wurden. Der Tag eines unständigen Hafenarbeiters (D 1966, 13’, OF) von
Hubert Fichte und Leonore Mau. Dieser aus abgefilmten Fotografien und
einem Kommentar bestehende Fotofilm, schildert den Tageslauf eines
nicht fest angestellten Lohnarbeiters in Hamburg. Fichtes Kommentar ist
ein Musterbeispiel der »freien indirekte Rede«, wie Pasolini sie definierte:
»Zitate aus einer anderen sprachlichen Welt: aus der seiner Personen«.
Die vielgestaltige Sprache der Hafenarbeiter eröffnet den Blick in eine
äußerst reiche, eigenständige, verteidigenswerte Welt. Zum Schauermann
(D 1981, 18’, OF) von Tillmann Scholl. Drei Nächte in der (heute abgerissenen)
Hafenkneipe »Zum Schauermann«, bei Pennern, Berbern, Prostituierten
und Alkoholikern. Liebenswerte Typen aus einer verschwundenen
Welt.
Einführung: Thomas Tode |
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